Der Indie-Publisher 2 Left Thumbs hat Verzögerungen im Prüfverfahren von Steam dafür verantwortlich gemacht, dass Wheel Make It beim Start weniger Sichtbarkeit erhielt. Das Koop-Spiel erreichte in den ersten 24 Stunden einen Höchststand von 15 gleichzeitig spielenden Personen. Laut Publisher hatte das Spiel vor seiner Veröffentlichung am 1. November mehr als 11.000 Wunschlisteneinträge angesammelt.

Wheel Make It, entwickelt von tlproductions, ist ein physikbasiertes Spiel, in dem zwei Spieler die Räder eines Rollstuhls steuern und zusammenarbeiten, um Hindernisse zu überwinden. Der Start war ursprünglich für den 12. Oktober geplant, doch auch nach etwa zwei Wochen wartete das Spiel noch auf die Freigabe durch Steam.

In einer Ankündigung vom 12. Oktober erklärten die Entwickler, dass die Prüfer Schwierigkeiten gehabt hätten, auf den lokalen Koop-Modus des Spiels zuzugreifen. Laut Publisher mussten die Spieler lediglich eine Tastatur gemeinsam nutzen. Die Veröffentlichung wurde daraufhin auf den 1. November verschoben.

In einem Beitrag auf X erklärte 2 Left Thumbs, Steam habe dem Publisher versichert, dass das Verpassen des geplanten Starttermins wegen einer sogenannten „Flutwelle von KI-Schrott“ die üblichen Mechanismen zur Sichtbarkeit bei der Veröffentlichung nicht beeinträchtigen würde. Der Publisher widersprach dieser Zusicherung und verwies auf die Wunschlisteneinträge des Spiels und seinen Höchststand von 15 Spielern.

Die Vorwürfe des Publishers kommen zu einer Zeit, in der Offenlegungen zum Einsatz von KI bei Steam-Veröffentlichungen Berichten zufolge häufiger geworden sind. Eine Analyse von rund 63.600 Veröffentlichungen ergab, dass 49,9 % der im Oktober 2026 gestarteten Spiele den Einsatz von KI offenlegten, verglichen mit 1,7 % im Januar 2024. Diese Zahlen belegen nicht, dass KI-generierte Einreichungen die Prüfverzögerung bei Wheel Make It verursacht haben, und Valve hat öffentlich nicht bestätigt, dass sie für den Rückstau verantwortlich waren.

Quellen: Dexerto.